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Heute: Wann kommt denn die neue Guns’n'Roses raus?

Wer von euch hatte bereits das Vergnügen, das neue Album von Guns’n'Roses zu hören? Ich hatte! Und mir viel dazu nicht mehr ein als: Hääähhh????

Das kann nicht Axls’ Ernst sein! Dieser Mischung aus hoffnungslos veraltetem Alternativerock, billigen Hardrockriffs und ein paar überzuckerte Balladen den Stempel der größten Rockband der End80er aufzudrücken. Jeder Song ist ein absolutes Desaster, völlig unmotiviert und frei von jeder Kreativität spielen sich Herr Rose und seine mittelmäßigen Erfüllungsgehilfen durch eines der langweiligsten Rockalben des Jahrzehnts und wollen erzählen, das ganze hätte zu Recht 15 Jahre und 10 Millionen Dollar gebraucht.

Ich kenne Musiker, die nehmen solch ein Album in einer Woche auf nem 4-Spurrekorder für, sagen wir 387,15 €. Das Debüt von Nirvana war ein geballter Klumpen Hass in 13 unglaublichen Songs und die Aufnahmen dauerten keine zwei Wochen und kosteten gerade mal 600 Dollar. Die White Stripes brauchen für ein Album selten länger als ne Woche und ein paar tausend Dollar. Guided By Voices nehmen daheim auf einem Tonband im Keller auf. Will mir Axl erzählen, seine Guns’n'Wankers waren länger als 20 Tage in nem Studio? Und das für 10 Millionen?

Nun gut, nehmen wir mal an, die Band werkelte wirklich 15 Jahren an dem Machwerk und ließen sich dafür 10 Millionen in den Rachen schieben, wie sähe in diesem Falle die Rechnung aus, die das bedauernswerte Label präsentiert bekäme?

Studio in Los Angeles (15.10.93-24.06.08): 3,1 Millionen Dollar
Produzentenkosten: 1,3 Millionen Dollar
Studiotechniker: 256.00 Dollar
Equipment: 1,3 Millionen Dollar
Mix: 1,9 Millionen Dollar
Mastering: 1,1 Millionen Dollar
Sonstiges wie Arztbesuche, Unterkunft, Essen,
Mineralwasser, Fitnesstraining, Yogastunden,
Kino, usw… 1,1 Millionen Dollar

Käme ungefähr hin! Jedoch denke ich nicht, dass dies auch nur annähernd stimmt. Eher glaube ich, es ging folgendermaßen zur Sache:

Rehaklinikaufenthalt Axl Rose (15.10.93-08.04.95): 0,7 Millionen Dollar
Entlassungsparty (08.04.95-19.11.97), inkl.
Unterkunft, Mätressen, Schnaps, Verpflegung,
haluzinogene Substanzen, Anwaltskosten für die
endlosen Vertragsverhandlungen um das neue Album: 3,8 Millionen Dollar
Erster Studioaufenthalt (24.11.97-25.11.97),
inkl. Techniker und Equipment : 127,80 Dollar
Künstlerische Orientierungsphase (27.11.97-01.08.00),
inkl. Mietvilla in Florida, mehr Schnaps, mehr
Mätressen, mehr Halluzinogene: 3,1 Millionen Dollar
Zweiter Studioaufenthalt (10.08.00-10.08.00)
inkl. Techniker und Equipment: 84,10 Dollar
Anwaltskosten für Klage gegen das mit
„Chinese Democracy“ betitelte Offspring Album: 206.000 Dollar
Künstlerische Neuorientierung (29.11.00-21.09.04),
inkl Personal-Neurekrutierung in der hiesigen
Bar- und Partyszene von Los Angeles: 2,2 Millionen Dollar
Bestechungsversuche (01.10.04-30.01.06),
um die Originalmusiker in die Band zurück
zu holen: 1,2 Millionen Dollar
Dritter Studioaufenthalt (03.02.06-05.02.06): 298,10 Dollar
Songschreibephase (17.02.06-28.09.07), inkl.
35 Kisten Champagner, 3,8 Zentner Kokain,
39 Kisten Whiskey, Verpflegung & Unterkunft für
hundert „enge“ Freunde, 1 Bleistift, 1 Blatt Papier,
1 gerissene D-Saite: 1,7 Millionen Dollar
Vierter Studioaufenthalt,
Aufnahme des Albums, Mix und Mastering, 0,8 Millionen Dollar
davon Kosten für „kreative Hilfsmittel“: 0,7 Millionen Dollar

Ist sogar ein wenig mehr geworden als 10 Millionen. Aber gönnen wir es Axl. Schließlich hat er das größte Dollargrab in der Geschichte der modernen Musik geschaffen. Und das verdient Respekt.

Stay tuned! Euer Whap-a-dang!

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