Review: The Sexy Drugs

Review: The Sexy Drugs – Dirty Kisses
Mit dem Alter wird man mit seinem Urteil vorsichtiger: Dies gilt besonders für einem oft ungefragt in die Hand gedrückte CDs von jungen, aufstrebenden Bands, die sich leider allzu oft als Angeber oder Kopisten ihrer Lieblingsband oder schlichtweg miese Musiker entpuppen. Doch nichts davon trifft auf The Sexy Drugs zu, die mit „Dirty Kisses“ ein fantastisches, zweites Album vorlegen.
Schon die ersten beiden Songs, „Sidney Clementine“ und „Screwdriver Eyes“, blasen dem Hörer alles um die Ohren, was das Trio aus Kaiserslautern zu bieten hat. Und das ist nicht wenig: songwriterisch ausgeklügelte Songs, ein Gespür für subtil zündende Melodien, eine Wagenladung purer Energie und den unbedingten Drang nach vorne. Mit überbordender, jugendlicher Lust bauen sich die Sexy Drugs aus Versatzstücken aus 90er Indie, Punk, Wave und Rock’n'Roll ihre Version zeitgenössisch-alternativer Musik zusammen, die vom ersten Moment an zupackt ─ ob balladesque mit dem wunderschönen “December“ oder bei „Chemical Notion“ straight auf die Zwölf lärmend. „Dirty Kisses“ ist ein energiegeladenes und von vorne bis hinten überzeugendes und rundes Album, das so manche englische Konkurrenz ganz schön alt aussehen lässt.
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