Review: Maximo Park

Review: Maximo Park – Quicken The Heart
Finally! Nach häppchenweiser Anfütterungstaktik rücken Newcastles Indie Jungs Nr.1 nun ihren dritten Longplayer raus, welcher seit gestern im Plattenladen deines Vetrauens erhältlich ist.
“Here’s A Song That Finally You Can Understand“ singt Smith gleich mal im Opener „Wraithlike“. Getragen durch Smiths’ Vocals und Lloyds’ Gitarren, die immer wieder mal wie ein verschrecktes Kaninchen einen Haken in eine andere, nicht unbedingt vorhersehbare Richtung schlagen, was Maximo Park auch so unverwechselbar macht, kommt die Platte daher.
Aber wo ist der Hit? Ist das wieder so eine „man-muss-sich-erst-reinhören” Platte? Jein. Der eingängige Dancefloor-Garant à la „Books From Boxes” fehlt dieses mal ganz klar, aber Maximo Park werden ihren Anforderungen absolut gerecht, erfinden sich nicht neu, sondern legen einen würdigen Nachfolger zum Vorgänger „Our Earthly Pleasures” hin, der ja auch schon etwas harkiger & sperriger klang als das Knaller-Debut.
Eine wirkliche musikalische Weiterentwicklung ist zwar nicht zu erkennen, aber die Frage ist doch: wollen wir das eigentlich? 2005 is over, Baby.
Tracklist:
01. Wraithlike
02. The Penultimate Clinch
03. The Kids Are Sick Again
04. A Cloud Of Mystery
05. Calm
06. In Another World (You Would’ve Found Yourself By Now)
07. Let’s Get Clinical
08. Roller Disco Dreams
09. Tanned
10. Questing, Not Coasting
11. Overland, West Of Suez
12. I Haven’t Seen Her In Ages
Wer sich erst mal reinhören möchte, kann dies auf der MySpace Seite der Jungs tun, da bieten sie nämlich das komplette Album zum Vorhören an!
Ähnliche Artikel:





Knaller Album!
Favs:
a cloud of mystery
the penultimate clinch
Muss haben!!!
Auch wenn ich mich mal wieder unbeliebt mache, ich kann eure Meinung leider nicht teilen. So gerne ich das würde, aber Quicken to the heart ist in meinen Ohren ein durchschnittliches Album mit überwiegend lahmen Songs, die Maximo Park in keinster Form gerecht werden. Man hört sicherlich noch alle Versatzstücke, für die man die Band zu recht ins Herz geschlossen hat, aber wo sind die himmelstütmenden, direkten Songs geblieben? Was ist das für eine neue Rezeptur, mit der Maximo Park ihre Musik köcheln? was sollen die unnötigen Brüche in den Songs? Sind MP nicht dann am stärksten, wenn sie drauflosstürmen und einfach gute Popsongs schreiben? Was sollen die vertrackten Schlagzeugrhythmen, die keinem der Lieder wirklich weiterhelfen und was die Dissonanz, die jede Melodie relativiert? Und ehrlich: Paul Smith ist ein guter Performer, aber bei weitem kein hervorragender Sänger. Nur ein Lauter.
Mit dem Album tut sich die Band sicher kein Gefallen. ich werde es mir kaufen und ich werde es mir “schönhören”. Aber ob diese Scheibe das verdient hat, weiß ich nicht.