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Review: 1000 Robota

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Review: 1000 Robota – Live im Zum Teufel, Heidelberg (14.10.08)

Selten wurde das Konzert einer Band im Heidelberger Zum Teufel mit soviel Spannung erwartet, wie das der 1000 Robota. Die Hamburger sind mit ihrer explosiven Mischung aus Punk, Wave und Indie einer der viel versprechendsten Newcomer aus Deutschland.

Vom Intro Magazin bis zur Süddeutschen Zeitung wurden sie mit allerlei – auch kritischer – Presse bedacht. Dabei fiel vor allem und immer wieder Sänger und Gitarrist Anton Spielmann auf, der mit überbordendem Selbstbewusstsein, losem Mundwerk und kompromissloser musikalischer Vision die Gemüter erhitzte. Ihr Konzert in Heidelberg war ein erwartet, unerwartetes Paradebeispiel völliger musikalischer wie auch persönlicher Kompromisslosigkeit.

Als die Vorband Karamel ihr Set beendeten, war die Welt im Zum Teufel noch in Ordnung. Knappe 45 Minuten spielte die Band sich durch zurückhaltenden und sphärisch wabbernden Indierock, der zwischen akustischem Gezirpe und brodelnder Experimentierlust wandelte.

1000 Robota kamen anschließend recht zeitig auf die Bühne, und noch bevor der erste Ton gespielt war, raunzte Sänger Andreas Spielmann den Tontechniker wegen des schlechten Sounds an. Er solle mal „klar kommen“ und „Das gibt’s doch nicht!“ waren die netteren Kommentare. Offensichtlich kam der Mischer trotz der verbalen Unterstützung von der Bühne nicht „klar“, denn nach dem ersten Song begann das gleiche Spiel von vorne. Die Band höre sich nicht und könne so nicht spielen, so Spielmann.

Den Songs hörte man dies überraschenderweise nicht an. Unglaublich tight und energiegeladen spielten die drei ihren grandiosen Wave-Punk und rissen damit das Publikum von der ersten Minute an mit. Unter permanenten Stroboskopgewitter entlud sich die rastlose Kraft ihres Debütalbums „Du nicht er nicht sie nicht“ live erst so richtig. Stoische Bassläufe, hektisch-wirbelnde Schlagzeugparts und messerscharfe Gitarren traten dem Hörer von der Bühne aus direkt ins Gesicht und bliesen ihn um.

Das Publikum war begeistert und die Eskapaden der Band wurden eher amüsiert hingenommen, bis plötzlich Spielmann ansagte, die Band spiele nur noch drei Songs. Und jeden, den das Konzert nicht interessiert, solle doch bitte „abhauen“. Laut Spielmann vor allem die „Studenten, die nur zum saufen und Weiber aufreißen“ gekommen sind (man bedenke, das Konzert fand in Heidelberg statt!!) und ebenso alle „Reggae Idioten“. Was letztere ihm angetan hatten, blieb erstmal schleierhaft. Wahrscheinlich eine ebenso furchtbare Sache, wie der arme Kerl in der ersten Reihe, der von Spielmann persönlich und mit Fingerzeig zum „Abhauen“ verdonnert wurde.

Der Sänger entschuldigte sich noch bei den wenigen, wahren Interessierten, nur um nach drei Songs wirklich die Bühne zu verlassen. Ende. Nicht ganz: zum Abschied sprang er samt Mikroständer in die Menge und teilte noch mal kräftig aus. Ohne weiteren Kommentar verließ die Band anschließend den Ort des Geschehens.

Was das Konzert einer aufregenden, neuen Band werden sollte, geriet zu einem 15-minütigen Wutausbruch des Sängers Anton Spielmann. Eine Wut, die sicherlich zum einen durch die extremen Soundprobleme auf der Bühne ausgelöst wurde, zum anderen – das erfuhr ich später in einem Gespräch – empfand die Band das Publikum als zu interesselos.

Statt mit energiegeladener Musik und ihren schwindelerregend-guten Songs zu überzeugen, entschieden sich 1000 Robota für einen Abbruch des Konzerts. Ob das nun Arroganz, Interesselosigkeit oder ein felsenfestes Statement war, sei dahin gestellt. Zu hoffen bleibt nur, dass die Band ihr Bühnenversprechen wahr macht und noch mal im Rhein-Neckar Raum spielt. Die „Idioten“, so Spielmann, sollen dann zu Hause bleiben. Wer waren die noch mal gleich?

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3 Kommenatre

  1. das klingt ja mal nach nem lustigen Konzert! That’s Punk. ;P

  2. sry aber die sind mal so schlecht…

  3. 1000mal schon viel besser gehört

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