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Fresh Pop: Kap Bambino

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Kap Bambino – Debbie Harry auf Destroyer-Trip

Sie sieht aus wie eine völlig durchgeknallte Debbie Harry auf einem Destroyer-Trip, er hat ein Bärtchen und Strubbelhaare und scheint seit Wochen nicht geschlafen zu haben. Während er meist hinter seiner minimalistischen Workstation kauert und irrwitzig krachende Synth-Kanonaden aus den Boxern schießt, schleudert sie ihren zierlichen Körper gegen alles, was auf der Bühne Ecken und Kanten hat. Blut und blaue Flecken gehören somit zum Standard-Repertoire. Wir reden von Caroline Martial und Orion Bouvier – beide aus dem schönen Bordeaux in Frankreich, kurz Kap Bambino

Als das Pärchen sich 2001 auf einer Party das erste Mal begegnete, kam sofort eine Verbindung zustande, die von Caroline als “elektrisch” bezeichnet wird. Beide waren bis dahin einen ähnlichen Weg gegangen: Schlechte Hardcore-Punkbands, DIY-Laptop-Philosophien und Experimente im Reich der Noisetronica. Und nachdem sie die fast unheimlichen Gemeinsamkeiten festgestellt hatten, wurde ihnen klar, dass es ihre Bestimmung ist, ihre Kräfte zu vereinen und Sachen zum Laufen zu bringen.

Mit knapp einem Jahr Verspätung kommt jetzt auch bei uns ihr viertes Album “Blacklist” heraus: Die erste Single bei uns ist “Dead Lazers”, die mit herrlich sinnloser Gewalt auf die Floors knallt und eine Breitband-Kanonade aus Energie verschießt. Es ist fast ein Wunder, dass sich aus der Electropunk-Attacke immer wieder Melodien herausschälen, aber sie sind da, klar und erkennbar transportiert von einer elektronischen Dampfhammerwalze.

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