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	<title>Popklub-Indie Popzine, Mannheim &#187; Unsere Kolumnen!</title>
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	<description>independent popzine &#38; kultur  fürs rhein neckar delta</description>
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		<title>The Kids Aren&#8217;t Alright!</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 15:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsere Kolumnen!]]></category>
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		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[The Kids Aren't Alright]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Neu! - The Kids Aren't Alright</strong>

Neue Kolumne! Beta teilt ihre Altersweisheit mit euch. In unregelmässigen Abständen unterstütz sie uns mit ihren Ansichten über das Leben, über Gott und über die Welt. Vorallem aber über Musik und äh, Menschen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2009/12/dsc01604_treffpunkt.jpg" alt="null" /></p>
<p><strong>The Kids Aren&#8217;t Alright</strong></p>
<p><em>Neue Kolumne! Beta teilt ihre Altersweisheit mit euch. In unregelmässigen Abständen unterstütz sie uns mit ihren Ansichten über das Leben, über Gott und über die Welt. Vorallem aber über Musik und äh, Menschen?</em></p>
<p><strong>10 Goldene Regeln des Konzertbesuches</strong></p>
<p><em>Bist du ein Teenager, gelten diese Regeln für dich nur teilweise. Du kannst ruhig schon um 14 Uhr vor der Konzerthalle stehen, in der ersten Reihe völlig dehydriert kiffen, ständig nach dem grössten Hit der Band schreien und der Band mit deiner Popelknipse ins Gesicht blitzen. Vielleicht meckerst du auch über alle, die sich nicht so aufführen wie du. Du weisst es einfach nicht besser.</em></p>
<p><strong>Das Ticket</strong></p>
<p>Besitzt du ein physisch vorhandenes Ticket, bewahre es an einem leicht zu merkenden Ort auf. Sonst fährst du mit deinen Freunden und einem mulmigen Gefühl nach Köln, um auf dem Schwarzmarkt einen überteuerten Ersatz zu erwerben. Oder du musst aufs Pink-Konzert gehen, das gegenüber stattfindet. Dein ursprünglich zum VVK-Preis erstandenes Ticket findest du Wochen später hinter der Heizung.</p>
<p><strong>Die Entfernung</strong></p>
<p>Konzerte, für die man einen weiten Weg auf sich genommen hat, sind oft besser als die um die Ecke. Die Band, die man in London gesehen hat, für die man zehn Stunden mit dem Wochenendticket nach Hamburg gefahren ist (siehe Teenager), kommt nach zehn Jahren dann auch mal in deine Heimatstadt.Vielleicht gehst du nicht hin, weil du die Halle unangemessen findest. Du wirst eventuell andere müde belächeln, die ihr erstes Konzert dieser Band total berauscht. Das kennst du. Aber du weisst auch, dass nicht jedes Konzert lebensverändernd sein kann.</p>
<p><strong>Angemessene Kleidung</strong></p>
<p>Das Band-T-Shirt. Ziehe niemals ein T-Shirt der Band an, auf deren Konzert du gehst! Ausnahme: ein offensichtlich altes, zerfleddertes Shirt in Zeltgrösse von der 1971 / 1991er-Tour (auf der du selbstverständlich warst bevor alle anderen die Band kannten, und das Kleidungsstück persönlich erworben hast). Nein, Ramones-T-Shirts von H&#038;M gehören nicht dazu, siehe Teenager.</p>
<p><strong>Jeder findet seinen Platz&#8230;</strong></p>
<p>Wer hinten steht, darf labern! Ausser bei Jazz-Konzerten, hier kann es vorkommen, dass man trotz letzter Reihe vom Veranstalter persönlich Prügel angedroht bekommt (die Wahrscheinlichkeit steigt, wenn man an der Bar während dem Konzert Tequila trinkt). Im Moshpit, das sich meist direkt vor der Bühne befindet, wird nicht gelabert. Bist du eher zierlich gebaut, hast keine Lust auf Rumgeschubse oder leidest an der Glasknochenkrankheit &#8211; dann ist die vordere Mitte nicht dein Fachbereich. Die tatsächliche erste Reihe ist oft Trainspottern vorbehalten, die sich, ans Absperrgitter geklammert, die Gitarrengriffe und Einstellungen der Effektpedale abschauen wollen, oder auch Spaghettiträgerhemdchen-Mädchen (und den obligatorischen Pädophilen), siehe Teenager. (Hier noch ein Tipp für euch: Der Bassist steht meistens rechts. Falls ihr jemand besonders anbeten möchtet und euch vor Konzertbeginn eine Bühnenseite aussuchen müsst, und nicht in Instrumenten-/Verstärkerkunde fit seid.) Möchtest du die Band deiner Wahl trotz übler Erkältung oder Übermüdung live sehen, darfst du auch (innerlich leidend) an der Wand lehnen.</p>
<p>Zum Standort &#8211; Möchtest du dich nicht konkret festlegen, dann nutze dies! Wenn es das Konzert zulässt, gönn dir ab und zu einen Standortwechsel und lasse Band, Sound und Menschen auf dich wirken. Lass Menschen die dir die Sicht rauben, nicht auf dich wirken. Früher war die Zentralperspektive dem König vorbehalten! Kraule durch deine Mitmenschen und gönn dir diesen Platz. Eventuell musst du dich entscheiden ob du lieber ein bischen Freiraum um dich herum hast, mit der Gefahr, dass sich vor dir die unvermeidbare Quetschgasse bildet, oder du quetscht dich selbst an jemanden dran. Siehe Körperpflege.</p>
<p><strong>Körperpflege (Schachtelsatz?)</strong></p>
<p>Nach einem langen Tag voll harter Arbeit darf man ruhig mal stinken. Wenn du allerdings dein Polyesterhemd 7 Tage die Woche trägst, sich auf deiner Kutte weisse Flocken sammeln, und du dich dann wunderst warum du keine gleichgesinnten Headbanger auf Konzerten kennenlernst, liegt es vielleicht daran, dass man sich, sobald du durch die Menge schreitest, fragt, ob grad jemand eine frische Zwiebel aufgeschnitten hat. Gehörst du der &#8220;Kaukasischen Rasse&#8221; an und trägst Dreadlocks &#8211; siehe Teenager-Sub-Rubrik &#8220;Du weisst es einfach nicht besser&#8221;.</p>
<p>Aber:</p>
<p><strong>Dreckig sein kann Spass machen!</strong></p>
<p>Konzerte, nach denen man von Eigenschweiss und Fremdgetränken durchnässt ist, können entweder Ärger hervorrufen oder das Gefühl einer kollektiven Wiedergeburt. Befindet sich ein Drittel des Publikums im ständigen Strom des Crowdsurfens und du wirst ungewollt von betrunkenen Freunden hochgehoben, geniess es einfach. Versuch dein Bier in der Hand zu halten, oder teile es mit den Menschen, die ihres auf dir verschüttet haben.</p>
<p><strong>Langeweile</strong></p>
<p>Bist du alleine auf ein Konzert gegangen, weil deine sogenannten Freunde alle keinen Geschmack haben? Umbaupausen kann man sinnvoll verbringen, wenn Biertrinken nicht reicht! Lern Vokabeln (siehe Teenager) oder unterhalte dich in der Umbaupause mit dem T-Shirt-Roadie. Er wird dankbar sein für ein bischen Abwechslung. Ausser er ist ein selbstverliebter Snob, der in seinem Laptop lebt.</p>
<p><strong>Fotografieren</strong></p>
<p>Bist du ein mehr oder weniger professioneller Fotograf, weisst du dass man sich dünne macht, nicht ständig aufs Display glotzt und somit möglichst wenig Leute beim Konzertgenuss stört. Wahrscheinlich bist du aber einer der Idioten, der mit seiner miesen Mobiltelefonknipse miese &#8220;Fotos&#8221; macht, seinem Hintermann ständig die Sicht versperrt, weil der Arm ja in der Luft sein muss, und seine Nebenmänner mit ununterbrochenem Displayleuchten nervt, weil du dich wunderst, warum die Bilder so scheisse aussehen, und 20 mal das selbe knipst. Ich hasse dich.</p>
<p><strong>Unangebrachte Accessoires</strong></p>
<p>Riesenhüte, Feuerwerk, Fussballhupen, B52s-Frisuren, Haustiere, Ananas, alles kein Problem, aber eine Sonnenbrille auf dem Kopf tragen &#8211; no go, niemals im Leben, hier ist dein Alter keine Entschuldigung.</p>
<p><strong>Der Durst</strong></p>
<p>Wähle dein Getränk weise. Bist du auf dem Weg ins Moshpit, oder ist ein Drittel des Publikums ständig über deinem Kopf am crowdsurfen, wird die Weinschorle nicht lange im Glas bleiben. Hast du eine kleine Blase und möchtest jedes einzelne Lied hören, trink kein Bier. Plastikbecher sind kontraproduktiv was den Applaus angeht. Man kann sie im vollen Zustand nicht unter den Arm oder zwischen die Knie klemmen, um die Hände frei zu haben. Würde mir bitte jemand ein Forschungsprojekt finanzieren, bei dem das Verhältnis zwischen Klatschlautstärke und Plastikbechern -vs- Flaschenausschank untersucht wird?</p>
<p><strong>Jedem das Seine</strong></p>
<p>Bist du eher der Typ &#8220;Derwisch&#8221;, dann lass nicht den Tanzfaschisten raushängen! Wenn man älter wird versteht man, dass jeder das Konzert auf seine Weise geniesst. Sei es durch wildes Herumpogen mit homoerotischen Balgereien, an die sich hinterher wieder keiner erinnern kann, durch armeverschränkendes Herumstehen oder unkoordiniertes Gewippe. Koboldhaftes Umherschleichen und das Mitpublikum mit bösen Blicken strafen, weil es nicht tanzt &#8211; nicht cool. Siehe Moshpit.</p>
<p><strong>Ohrenstöpsel</strong></p>
<p>Von manchen als uncool abgestempelt. Wenn einem Musik allerdings lebenswichtig ist, und man sie auch in Zukunft noch geniessen möchte, sind bei elektronisch verstärkten musikalischen Darbietungen Ohrenstöpsel durchaus angebracht! Die schottische Band Mogwai holte sich einst Sondergenehmigungen bezüglich Lautstärkepegel (da sie Manowar als &#8220;lauteste Band der Welt&#8221; ablösen wollten), und ich erinnere mich an die leider oft vorhandene Kombination im Publikum aus Tussi &#8211; ohne &#8211; eigenen &#8211; Musikgeschmack &#8211; ist &#8211; ihrem &#8211; Typ &#8211; zuliebe -mitgekommen &#8211; aber &#8211; natürlich &#8211; gleich &#8211; erste &#8211; Reihe &#8211; neben &#8211; den -Boxen, die Band ist ihr völlig unbekannt, und ich denke mir nur &#8220;na denn, viel Spass!&#8221; Ob nun mundgeblasen und individuell an den Gehörgang angepasst, in preiswerter Lamellenform, vielleicht auch die Baustellenklötze der Firma mit dem Logo dass mich immer an das des Wu-Tang-Clans erinnert, oder auch das gute alte Taschentuchgefussel  &#8211; die Möglichkeiten sind vielfältig. Bei Kindern immer angebracht: Der Kapselgehörschutz. Für eine derart wunderbar holzende und wummernde Liveband wie &#8220;Health&#8221; empfiehlt sich allerdings auch ein gut gepolstertes Innenleben &#8211; &#8220;Reinigung durch Soundekstase&#8221; nannte es Benjamin Walter. Hohe Organfluktuation könnte man auch sagen.</p>
<p><strong>Stagediving und Crowdsurfing</strong></p>
<p>Sollte wenn möglich rücksichtsvoll von statten gehen. Also nicht wild um sich treten wenn man vom restlichen Publikum rumgereicht wird. Ist man eher kleingewachsen und sieht einen Crowdsurfer auf sich zukommen, immer schön die Hände über den Kopf halten und versuchen, die Füsse des Surfers zu sichern, bzw. vom eigenen Kopf wegzulenken. Bist du ein grosser starker Mann, dann beteilige dich am Transport des Surfkörpers. (Hast du bereits dein Hemd ausgezogen und bist komplett nassgeschwitzt, sind deine Chancen gering, beim Sprung von der Bühne aufgefangen zu werden. Du bist nicht sexy. Du bist nicht cool. Aber du hast Spass. Lass den anderen auch welchen.)</p>
<p><strong>Mitsingen und -klatschen</strong></p>
<p>Manche Bands hassen Mitklatschen. Zu Recht! Es kommt immer schnell Bierzeltatmosphäre auf, und obendrein besitzen anscheinend sehr wenige Menschen Rhythmusgefühl. Langweilst du dich und hast Rhythmusgefühl, versuche absichtlich NICHT im Takt zu klatschen. Oder stell dir vor du wärst ein Seehund. Klatsche begeistert und mit leerem Blick in die Flossen, und beisse dann in eine imaginäre Hupe! Siehe Langeweile.</p>
<p>Ob er mitsingt oder nicht, kann jeder Konzertbesucher für sich entscheiden (bitte geradeaus kreischen und nicht ins Ohr deines Nachbarn), nur bei der Akustiknummer solltest du deinen Stimmbändern lieber eine Pause gönnen. </p>
<p><strong>Die Zugabe</strong></p>
<p>Früher hatte ich die Illusion, dass alles möglich ist, wenn es um die Zugabe geht (siehe Teenager). Heute weiss ich, dass die meisten Bands schon vorher eine sogenannte &#8220;Setlist&#8221; haben, inklusive geplanter Zugaben. Manchmal werden die Titel auch spontan gewählt, doch einige Bands geben aus Prinzip keine Zugaben, und alles hoffnungsfrohe Geklatsche, Gestampfe und Gejohle bleibt ungehört.<br />
Relativ sichere Zeichen dafür, dass es keine Zugabe geben wird:</p>
<p>- Die Band hat sich mit dem letzten Song komplett verausgabt (Gespür dafür bekommt man teilweise im Alter)<br />
- Die Band hat ihre Saiteninstrumente entgrätet bzw. verstimmt und das Schlagzeug zertrümmert.<br />
- Der Gitarrenroadie kommt nicht um die Instrumente zu stimmen, sondern zum Verstärkerausschalten.<br />
- Das Saallicht geht an und unpassende Rausschmeisser-Musik erschallt.<br />
- Bist du in Frankfurt im Cooky&#8217;s, stürmen Taxifahrer und Prostituierte in den Laden.</p>
<p><em>Alle Angaben ohne Gewähr. Habt Spass, seid rücksichtsvoll, und, äh, Party on, Wayne!</em></p>
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		<title>Kultur, Bitte!</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 11:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whap-A-Dang</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<strong>Kultur Bitte! Unsere Kolumne</strong>

Kultur Bitte! Die Kolumne auf Popklub: Whap-A-Dang sagt die Meinung zu popkulturellen Wichtig- &#038; Nichtigkeiten. Unbedingt lesen!!! Heute: Liebe ist für alle da..?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2009/11/whap-a-dang.jpg" alt="null" /></p>
<p>Heute: Liebe ist für alle da..?</p>
<p>Sie haben es mal wieder geschafft! Rammstein schockte einmal mehr die Nation. Zuerst mit einem Video, dass den Titel „Hardcore“ nicht nur in musikalischer Hinsicht verdient hat und lediglich einen kurzen Auftritt auf einer der einschlägig bekannten Internetseiten mit den vielen X-en hatte. Anschließend veröffentlichten sie mit „Liebe ist für alle da“ ein Album, dass so stumpf, wie provozierend ist und textlich so ziemlich keine Perversion des menschlichen Sexuallebens auslässt. Und zu guter Letzt nun die Nachricht, dass das Album von unser aller Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf den Index gesetzt wurde und ab Mittwoch, den 11.11. (!), nur noch unter der Ladentheke verkauft werden darf. Ab 18 natürlich! </p>
<p>Wieder einmal haben Rammstein ihren Ruf als kontroverseste Band des Planeten alle Ehre gemacht und uns das Fürchten gelehrt. Nicht nur das Fürchten vor den Abartigkeiten dieser Welt und des menschlichen Lebens, sondern auch die Furcht vor uns selbst. Denn seien wir ehrlich: auf irgendeine Weise haben uns die Texte immer berührt. Nicht aus eigener Erfahrung, Gott bewahre, eher durch die Nachvollziehbarkeit und den latenten Realitätsgehalt der Tillmannschen Ergüsse. Und dass diese „Ergüsse“ auf „Liebe ist für alle da“ nun eine solche Form annehmen, ist nicht weiter verwunderlich. Die Frage ist eher: was kommt jetzt? Mit welchen Inhalten will Rammstein das nächste Album füllen? Ist es nicht auch im Pop Tagesgeschäft der Fall, dass die letzte Leitersprosse nach oben für all die hupfdoligen Sangessternchen das Entblättern der eigenen Sexualität und des eigenen Körpers sowieso ist? Ist das die letzte Tat dieser Band? Was kann noch kommen?</p>
<p>Gute Musik natürlich! Wie siehts denn da an der Ost-, West-, Nord- und Südfront aus, Herr Tillmann? Ich würde behaupten wie im Deutschland aus dem Jahre 1945! Ein Kampf auf verlorenen Posten. Seit zwei Alben drehen sich Rammstein musikalisch im Kreis und nicht einmal das. Sie schaffen es nicht, zurück zu ihren Wurzeln zu finden und ihrer Fanbase mit Wagnerschem Teutonengestampfe einzuheizen. Hört man sich das neue Album an, ist der einzige Lichtblick das eröffnende „Rammlied“. Industrielle Rhythmik trifft auf primitivstes Gitarrengeriffe, der Stoff, aus dem die Legende entstand. Ansonsten ist „Liebe ist für alle da“ trotz seiner Härte nur belangloses Geplätscher. Neben erwähntem „Rammlied“ sind die besten Songs der Bonusdisc der Special Edition vorenthalten. Strategisch gesehen ein klares „Doooh!“</p>
<p>Wie es weiter geht? Keine Ahnung. Darüber sollen sich die Herren Rammstein ihre Gedanken machen. Und zwar gründlich!</p>
<p>Euer Whap-A-Dang.</p>
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		<title>Kultur Bitte!</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 21:52:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whap-A-Dang</dc:creator>
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Kultur Bitte! Die Kolumne auf Popklub: Whap-A-Dang sagt die Meinung zu popkulturellen Wichtig- &#038; Nichtigkeiten. Unbedingt lesen!!!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2009/11/whap-a-dang.jpg" alt="null" /></p>
<p><strong>Kultur, Bitte!</strong></p>
<p>Heute: Unterwegs</p>
<p>Zurzeit gibt es hierzulande wohl den Trend, jeden deutschsprachigen Musiker mit einigermaßen intelligenten Texten zum Literaten hochzustilisieren. Die Folgen sind zahlreiche Bücher, Essays, Kolumnen (ähm!) und Artikel in der Musik- und Tagespresse, die von brilliant bis „Schnauze-da-vorne&#8221; jeden Qualitätstandard abdecken.In vielen Fällen geht das gut und offenbart interessante, durchdachte und stilistisch makelllose Werke &#8211; man denke dabei z.B. an Rocko Schamoni oder Sven Regener &#8211; aber so manches Mal erlaubt sich die Intelligenzia der deutschen Musik ihre Faux-pas. Jüngstes Beispiel dafür: Peter Hein! Okay, der Musiker Peter Hein trägt seinen Ruf als überaus kritischer, wortgewandter und direkter Texter zu Recht. Mit seinen Bands Fehlfarben, Mittagspause und den Family 5 hat er nichts minder getan als deutsche Musikgeschichte geschrieben. In seinen Lyrics ist Hein immer ein Stück agressiver als Tom Liwa, immer ein Stück smarter als das Gros des Deutschpunks und immer ein Stück schlauer als fast alle.</p>
<p>Das dies nicht unbedingt auch im Buchformat funktioniert, beweist sein jüngstes Machwerk „Geht so&#8221;, ein Erlebnisbericht über seine Zeiten auf Tour. Wer nun einen spannenden Einblick in Alltag on the road und in die persönlichen und sozialen Strukturen der Musiker erwartet, wird enttäuscht. Vielmehr erzählt Herr Hein in umständlicher und allzu blumiger Sprache von den netten Nebenschauplätzen auf Tour. Und diese sind mitunter alles andere als spannend. Schon im ersten Kapitel fühlt man sich eher in einem Heimatkundebuch als in der Gedankenwelt eines Musikers auf Tour. Der Autor beschreibt eine Zugfahrt und seinen Blick aus dem Fenster auf die schöne Landschaft, ein paar Gedanken dazu und schon ist die Fahrt vorbei. Weiter geht es vor allem mit diversen Fußmärschen von Museum zur Kirche und zurück ins „Gasthaus&#8221;, in dem die örtlichen Speisen und Biere auf ihre Tauglichkeit getestet werden. Immer wieder schmückt Hein seine müßigen Erkundungstouren mit seinen Gedanken aus, die a.) aber derart kompliziert und anstrengend ausgedrückt sind und b.) nicht gerade Lust machen, es im gleichzutun und mal wieder zu verreisen. Am Ende frage ich mich, was uns der gute Mann mit diesem Buch sagen möchte? </p>
<p>Kaum ein literarisches Thema ist so faszinierend und jugendlich wie das &#8220;unterwegs sein&#8221;. Von Hesses „Steppenwolf&#8221; bis Jon Krakauers „Into the wild&#8221; erscheinen in regelmäßigen Abständen Referenzwerke, die auf wundervolle Weise die Fantasie des Lesers beflügeln, in punktgenauen Worten Gefühle wie Freiheit,Einsamkeit und tiefste Genugtuung zum Ausdruck bringen und dabei den Leser bis ins Letzte zu packen verstehen. Peter Heins Buch beschreibt seine persönliche Sicht der Dinge und seine tiefgründige Gedankenwelt dahinter. Was aber letzten Endes fehlt, ist der Unterhaltungswert und das wunderbare Gefühl, sich beim Lesen ein Stück selbst zu entdecken. Schade, eigentlich.</p>
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		<title>Kultur, Bitte</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 09:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whap-A-Dang</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kultur Bitte!]]></category>
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		<description><![CDATA[<strong>Kultur Bitte! Unsere Kolumne</strong>

Kultur Bitte! Die Kolumne auf Popklub: Whap-A-Dang sagt die Meinung zu popkulturellen Wichtig- &#038; Nichtigkeiten. Unbedingt lesen!!! Heute: I Don't Feel Like Dancing]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2009/11/whap-a-dang.jpg" alt="null" /></p>
<p>Heute: I don´t feel like dancing!</p>
<p>Letzten Mittwoch, bei einem DJ Gig im Heidelberger Kunstverein, wurde ich Zeuge des wohl spektakulärsten Tanzmoves der Geschichte der Musik. Um ehrlich zu sein war es eigentlich keine Tanzbewegung, sondern eher das Ausrutschen einer jungen Dame auf dem bierbedeckten Fußboden. Dies gelang ihr aber derart athletisch, dass jeder andere Tänzer dagegen heimgehen konnte. </p>
<p>Die Dame versuchte sich lediglich, mit dem Rücken an eine Wand zu lehnen, kam dabei aber so sehr in Schräglage, das es ihr auf besagten Boden die Füße nach vorne wegrutschten. Zur Folge hatte dies ein Strampeln und den verzweifelten Versuch, das Gleichgewicht zu halten, der erst durch eine 180 Grad Drehung um die eigene Achse bescheidenen Erfolg feierte. Diese Position hatte allerdings den Nachteil, dass ihr Körpergewicht nun statt nach hinten nach vorne gezogen wurde und sie mit rudernden Armen und Beinen aussah, wie eine Figur aus dem Tom&amp;Jerry Cartoons. Es war quasi der Moonwalk vorwärts. Und zu aller Unglück zog es ihr die Füße noch einmal in Richtung Himmel weg, dem sie nur mit einer 1 ½ -fachen Schraube Herr werden konnte, was gelinde gesagt, einer akrobatischen Meisterleistung gleichkam. Was bisher schon wie ein eingesprungener, dreifacher Rittberger mit guten Chancen auf Haltungshöchstnoten aussah, erreichte seinen Höhepunkt in einem wahren Eiskunstlauf durch den halben Raum, begünstigt durch das nasse Terrain und das offensichtlich falsche Schuhwerk. Es vergingen gefühlte fünf Minuten, bis die Eisprinzessin ohne Schlittschuhe wieder aufrecht auf beiden Beinen stand und ich bemerkte, dass das DJen auf dem Boden unter dem Pult, mit schmerzenden Zwerchfell und den Händen am Bauch, ziemlich schlecht funktionierte.</p>
<p>Mein Gott, wäre ich Jurymitglied bei „Deutschland sucht das Supertalent“, ich hätte meine Siegerin! Kein Zirkusbesuch und keine Stuntshow hat mich je so begeistert, wie diese todesmutige Tänzerin. Allerdings muss ich dazu sagen, dass sie eine Weile später ihre Leistung nicht mehr ganz wiederholen konnte und mitten auf dem Floor – bei einen fröhlichen Ringelrein mit einer Gesinnungsgenossin &#8211; auf dem Hintern landete. Na ja, erst die Pflicht, dann die Kür, nehme ich an.  In diesem Sinne: wir sehen uns auf dem Floor und viel Glück dabei. Ihr könnt es brauchen.</p>
<p>Euer Whap-a-dang</p>
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		</item>
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		<title>Kultur, Bitte!</title>
		<link>http://www.popklub.de/allespop/kultur_bitte/2008-12/kultur-bitte-5</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 19:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whap-A-Dang</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute: Wann kommt denn die neue Guns n Roses raus?
Wer von euch hatte bereits das Vergnügen, das neue Album von Guns n roses zu hören? Ich hatte! Und mir viel dazu nicht mehr ein als: HÄÄÄHHHH????
Das kann nicht Axls´ Ernst sein! Dieser Mischung aus hoffnungslos veraltetem Alternativerock, billigen Hardrockriffs und ein paar überzuckerte Balladen den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute: Wann kommt denn die neue Guns n Roses raus?</p>
<p>Wer von euch hatte bereits das Vergnügen, das neue Album von Guns n roses zu hören? Ich hatte! Und mir viel dazu nicht mehr ein als: HÄÄÄHHHH????<br />
Das kann nicht Axls´ Ernst sein! Dieser Mischung aus hoffnungslos veraltetem Alternativerock, billigen Hardrockriffs und ein paar überzuckerte Balladen den Stempel der größten Rockband der End80er aufzudrücken. Jeder Song ist ein absolutes Desaster, völlig unmotiviert und frei von jeder Kreativität spielen sich  Herr Rose und seine mittelmäßigen Erfüllungsgehilfen durch eines der langweiligsten Rockalben des Jahrzehnts und wollen erzählen, das ganze hätte zu Recht 15 Jahre und 10 Millionen Dollar gebraucht. Ich kenne Musiker, die nehmen solch ein Album in einer Woche auf nem 4-Spurrekorder für, sagen wir, 387,15 €. Das Debüt von Nirvana war ein geballter Klumpen Hass in 13 unglaublichen Songs und die Aufnahmen dauerten keine zwei Wochen und kosteten gerade mal 600 Dollar. Die White Stripes brauchen für ein Album selten länger als ne Woche und ein paar tausend Dollar. Guided by voices nehmen daheim auf einem Tonband im Keller auf. Will mir Axl erzählen, seine Guns n Wankers waren länger als 20 Tage in nem Studio? Und das für 10 Millionen? </p>
<p>Nun gut, nehmen wir mal an, die Band werkelte wirklich 15 Jahren an dem Machwerk und ließen sich dafür 10 Millionen in den Rachen schieben, wie sähe in diesem Falle die Rechnung aus, die das bedauernswerte Label präsentiert bekäme?</p>
<p>Abrechnung GUNS N ROSES „Chinese democracy“:</p>
<p>Kostenpunkt/Kosten:</p>
<p>Studio in L.A. 15.10.93-24.6.08:     3,1, Millionen Dollar<br />
Produzentenkosten für den<br />
Gleichen Zeitraum:                          1,3 Millionen Dollar<br />
Studiotechniker:                               256.00 Dollar<br />
Equipment:                                       1,3 Millionen Dollar<br />
Mix:                                                  1,9 Millionen Dollar<br />
Mastering:                                         1,1 Millionen Dollar<br />
Sonstiges wie Arztbesuche, Unter-<br />
kunft, Essen, Mineralwasser,<br />
Fitnesstraining, Yogastunden,<br />
Kino usw…                                        1,1 Millionen Dollar</p>
<p>Käme ungefähr hin! Jedoch denke ich nicht, dass dies auch nur annähernd stimmt. Eher glaube ich, es ging folgendermaßen zur Sache:</p>
<p>Abrechnung GUNS N ROSES „Chinese democracy“</p>
<p>Kostenpunkt/ Kosten:</p>
<p>Rehaklinikaufenthalt Axl Rose<br />
vom 15.10.93 bis 8.4.95:                  0,7 Mio $<br />
Kosten Entlassungsparty vom<br />
8.4.95 bis 19.11.97, inkl.<br />
Unterkunft 4 Seasons, Mätressen,<br />
Schnaps, Verpflegung, haluzino-<br />
gener Substanzen und Anwaltskosten<br />
für die endlosen Vertragsverhandlungen<br />
um das neue Guns n roses Album:          3,8 Mio $</p>
<p>Erster Studioaufenthalt vom 24.11. bis<br />
25.11.97 inkl. Techniker und Equip-<br />
ment :                                                         127,80$</p>
<p>Künstlerische Orientierungsphase inkl.<br />
Mietvilla in Florida, noch mehr Schnaps,<br />
noch mehr Mätressen und noch mehr<br />
Halluzinogene, Dauer: 27.11.97 bis<br />
1.8.2000:                                                      3,1 Mio $</p>
<p>Zweiter Studioaufenthalt vom 10.8.00<br />
bis 10.8.0 inkl. Technik und Instru-<br />
mente:                                                            84,10$</p>
<p>Anwaltskosten für Klage gegen das<br />
mit „Chinese democracy“ betitelte<br />
Offspring Album August 2001:                     206.000$</p>
<p>Künstlerische Neuorientierung,<br />
Personal Neurekrutierung in der<br />
hiesigen Bar- und Partyszene von L.A.<br />
vom 29.11.00 bis 21.9.04:                              2,2 Mio $</p>
<p>Zahlreiche Bestechungsversuche, um<br />
die Originalmusiker in die Band zurück<br />
zu holen, Dauer 1.10.04 bis 30. 1.06:             1,2 Mio $</p>
<p>Dritter Studioaufenthalt vom 3.2.06 bis<br />
5.2.06:                                                              298,10$</p>
<p>Songschreibephase: 35 Kisten Champagner,<br />
3,8 Zentner Kokain, 39 Kisten Whiskey,<br />
Verpflegung und Unterkunft für 165 „enge´“<br />
Freunde, 1 Bleistift, 1 Blatt Papier, 1<br />
gerissene D-Saite. Dauer: 17.2.06 bis<br />
28.9.07:                                                              1.7 Mio $</p>
<p>Vierter Studioaufenthalt, Aufnahme des<br />
Albums, Mix und Mastering:                              0,8 Mio $<br />
Davon Kosten für „kreative Hilfsmittel“:            0,794 Mio $</p>
<p>Ist sogar ein wenig mehr geworden als 10 Millionen. Aber gönnen wir es Axl. Schließlich hat er das größte Dollargrab in der Geschichte der modernen Musik geschaffen. Und das verdient Respekt.</p>
<p>Stay tuned!</p>
<p>Euer Whap-a-dang</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kultur, Bitte!</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Nov 2008 22:18:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whap-A-Dang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsere Kolumnen!]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur Bitte!]]></category>
		<category><![CDATA[popkultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute: Does humor belong to music?
Neben Ostfriesen, Blondinen, Angehöriger nicht-christlicher Glaubensgemeinschaften, Zuwanderern und – saisonbedingt – zahlreicher Celebrities hat auch immer wieder die hart arbeitende Fraktion der Musiker in Witzen ihr Fett abbekommen. Und man staunt darüber, wie oft sich der vermeintlich haltlose Plot in der Realität bewahrheitet. Nehmen wir folgendes Beispiel:
Wie bemerkt man, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute: Does humor belong to music?</p>
<p>Neben Ostfriesen, Blondinen, Angehöriger nicht-christlicher Glaubensgemeinschaften, Zuwanderern und – saisonbedingt – zahlreicher Celebrities hat auch immer wieder die hart arbeitende Fraktion der Musiker in Witzen ihr Fett abbekommen. Und man staunt darüber, wie oft sich der vermeintlich haltlose Plot in der Realität bewahrheitet. Nehmen wir folgendes Beispiel:</p>
<p>Wie bemerkt man, dass ein Schlagzeuger an die Tür klopft?<br />
Das Klopfen wird schneller!</p>
<p>Dies ist auf den ersten Blick lustig, offenbart aber auf schrecklichste Weise ein Problem, mit dem schon unzählige Nachwuchstalentbands zu kämpfen hatten. Getrieben vom unbändigen Drang, der Position hinterm Schlagzeug die würdige Anerkennung zu verleihen, ergeht sich der Drummer in wilden Posen, drischt mit ungeahnter Kraft auf die Felle, lässt die Stöcke überm Kopf kreisen – in Gedanken schon in der o2 Arena zu London- und vergisst dabei nur ein wesentliche Kleinigkeit: der korrekte Umgang mit seinem Instrument! Dazu gehört leider auch Taktgefühl.</p>
<p>Oder folgendes:</p>
<p>Wie bringt man einen Schlagzeuger zum spielen?<br />
Man stimmt die Gitarre!</p>
<p>Okay, das ist ein Witz von Musikern für Musiker. Wer einmal versucht hat, seine Gitarre im Donner eines wild gewordenen Keith-Moon-Sound-a-likes zu stimmen, wird nicht nur herzlich über diesen Witz lachen, sondern auch mit leidendem Blick das Wahre in dieser Zote bestätigen. Es ist faszinierend: der Gitarrenspieler kann sich stundenlang in genialen Instrumentalorgien ergehen, die ausgefeiltesten Riffs und Hooks spielen, aus dem Nichts heraus Songs erschaffen und den Schlagzeuger dabei mit Nachdruck anschauen: er sitzt nur da, schaut tumb bis gelangweilt ins Leere und überlegt sich höchstens, ob es heute Abend Pizza oder Spagetti zu essen gibt. Doch sobald die Seitenfraktion frustriert den Versuch abbricht um die Klampfen für den nächsten Versuch zu stimmen, wacht Herr Drummer plötzlich auf und entdeckt die Musik für sich. Dann wird über die Felle gewirbelt, die Becken in den höchsten Tönen zum klingen gebracht und die Bassdrum mit stoischem Wumms in jede Magengrube gehämmert, als ob das Gipfeltreffen der Rockdrummer in jenem Proberaum stattfindet. Natürlich hat auch dieses Inferno sein Ende…nämlich spätestens, wenn die Seitenfraktion in den Reigen mit einstimmt.</p>
<p>Was mich bei meinen Recherchen im Internet sehr verwundert hat, ist die hohe Zahl von Witzen über Bratschenspieler. Ich wusste nicht einmal, ob ne Bratsche ein Musikinstrument, ein Tennisschlägermodel oder ein Gesellschaftsspiel aus dem 19. Jahrhundert ist. Jetzt weiß ich, dass eine Bratsche eine kleine Geige und das wohl unrespektabelste Instrument in der Klassik ist. Warum? Keine Ahnung. Aber das Sinfonieorchester kann noch so groß und der erste Geiger noch so schlecht sein: der Bratschenspieler ist immer der Arsch und Ziel allen Spottes.</p>
<p>Viele der Witze zielen &#8211;  neben der Unfähigkeit des Musikers, das ihm angetraute Ínstrument nur in den Grundlagen zu beherrschen – immer wieder auf eine nicht zu leugnende Einfältigkeit ab. Oder sagen wir so: Musiker neigen dazu, ihren Denkprozess abzukürzen. Diese sind dann universal auf jede Instrumentengattung anzuwenden. Ein Beispiel:</p>
<p>Gitarrist zum Basser: „Ey, spiel doch mal ein bisschen dynamischer“<br />
Basser zu Gitarrist: „Geht nicht, ich spiel schon so laut es geht“</p>
<p>Dieser Dialog hätte auch mit vertauschten Rollen ablaufen können. Oder zwischen dem ersten Geiger und dem Bratschenspieler.</p>
<p>Oder:</p>
<p>Wie bringt man einen Keyboarder dazu, mit dem Spielen aufzuhören?<br />
Man gibt ihm ein Notenblatt.</p>
<p>Das wäre sicher auch der Fall, würde man den Rest der Band mit Noten konfrontieren. </p>
<p>„Does humor belongs to music?” fragte einst Gottmeister Frank Zappa.<br />
Ich kann diese Frage mit einem lauten „Ja“ beantworten. Humor ist ein essentieller Anteil der Musik und nicht wegzudenken. Selbst Vorzeige-Wüterich Kurt Cobain war ein sehr humorvoller Mensch, der sich nur allzu gerne selbst auf die Schippe nahm. Beim englischen Reading Festival z.B. spielte er den Boston Hit „More than a feeling“ an, um abschließend zu beweisen, woher die Akkorde von „Smells like teen spirit“ geklaut waren. Sehe ich heute junge Männer und Frauen, die sich und ihre Band so dermaßen ernst nehmen, in Interviews den Großkotz raushängen, Shows lustlos nach 10 Minuten beenden, ihre Fans für schwindende CD Verkäufe verantwortlich machen (und dann verklagen, Herr Ulrich!) oder beschissenes Benehmen und atonalen Lärm als Kunst verkaufen, dann fällt mir nur folgendes dazu ein:</p>
<p>Warum ist ein Drumcomputer im besser als ein Schlagzeuger?<br />
Na, der frisst dir nicht den Kühlschrank leer, schläft nicht mit deiner Freundin und kann dazu noch nen konstanten Rhythmus halten.</p>
<p>Macht euch locker und schönen Abend noch.</p>
<p>Euer Whap-a-dang</p>
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		<title>Kultur, Bitte!</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 05:56:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whap-A-Dang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsere Kolumnen!]]></category>
		<category><![CDATA[Guided by voices]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur Bitte!]]></category>
		<category><![CDATA[popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Whap-a-dang]]></category>

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		<description><![CDATA[
Heute: Die traurigsten Songs der Welt Vol. 2
Guided By Voices : „Learning to hunt / The best of Jill Hives“

Einen Mangel an persönlichen, emotionalen Momenten gibt es im Gesamtwerk der 1986 gegründeten GUIDED BY VOICES sicherlich nicht für mich. Schon das erste Zusammentreffen mit der Band Anfang der 90er und mit ihrem bis heute unerreichten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>
<p>Heute: Die traurigsten Songs der Welt Vol. 2</p>
<p>Guided By Voices : „Learning to hunt / The best of Jill Hives“</p>
<p></strong></p>
<p>Einen Mangel an persönlichen, emotionalen Momenten gibt es im Gesamtwerk der 1986 gegründeten GUIDED BY VOICES sicherlich nicht für mich. Schon das erste Zusammentreffen mit der Band Anfang der 90er und mit ihrem bis heute unerreichten Überhit „I am a scientist“ vom „Bee thousand“ Album war eines der Aha-Erlebnisse meines jungen Indiehörer-Lebens. Wie dieser Mann, Robert Pollard mit Namen, durch all den Hall auf dem Mikro und seiner rumpligen Lo-Fi Band Worte unumstößlicher Weisheit sang… noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn ich an diesen Moment denke.<span id="more-349"></span><br />
… oder als ich später die göttliche Hymne „The official ironman rally song“ auf einem der Sampler des Intro-Magazins entdeckte und mir spontan schwor, bewegt von so viel Schönheit, nie mehr im Leben etwas Böses zu tun.<br />
… oder als ich mit Dutzenden anderen Menschen zusammen in der Disco auf den einzig kommerziellen Erfolg, der Single „Teenage FBI“ von „Do the collapse“, wild tanzend völlig die Kontrolle über mich, meine Emotionen und leider auch – alkoholbedingt &#8211; meiner motorische Koordination verlor.<br />
… oder als GBV bei ihrem Abschiedskonzert am Silvesterabend 2004 in Chicago mit dem grandiosen „Don´t stop now“ ihre Karriere beendeten. Meine gute Freundin Britta und ich schauten das überwältigende Konzert auf DVD und wünschten uns in dem Moment nichts seliger als… „Don´t stop now“.<br />
Was ich damit sagen will: es war für mich eine fast unlösbare Aufgabe, einen einzelnen Song aus den ca. 700 (!!!!) veröffentlichten herauszupicken, der all die Traurigkeit, Melancholie und Entrücktheit repräsentierte, für die ich GBV so liebe. Letztendlich konnte ich mich für nicht weniger als zwei entscheiden: „Learning to hunt“ vom 1997er „Mag Earwhig“ Album und „The best of Jill Hives“ von „Earthquake glue“.</p>
<p>„Learning to hunt“ ist ein 2 Minuten 25 Sekunden langer Drone, der komplett ohne Rhythmus auskommt. Eine pickende Gitarre und ein Phasereffekt, der sich zu einer in weite Ferne gerückten Gitarrenfigur aufbaut. Bob Pollard singt durch ein Meer von Hall über die Jugend, den Verlust, den Versuch des Wiedererlangens und das Scheitern. Wehmütig beschreibt er das Kind, nach dem er sich im Inneren so sehnt. Nach all der Unschuld, dem Aufbruchsgeist und der bedingungslosen Liebe des Lebens. „I couldn´t step into such open sky“ muß er sich letztendlich eingestehen. Und selbst der Versuch ist zum Scheitern verurteilt. „I´m learning to hunt for you“, noch einmal ein phantastisches Abenteuer bestehen dürfen und die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen. Für Pollard ist es zu spät.<br />
„Learning to hunt“ ist eine Ode an die Erkenntnis. Unglaublich wehmütig und niederschmetternd, gleichsam mit einer seltsamen Befriedigung. Ein Abschluss. Die Jugend ist unwiederbringlich vorbei, zutiefst erschüttert macht man sich für den Rest des Lebens bereit.</p>
<p>„The best of Jill Hives“ ist- ohne Übertreibung- der niederschmetternste Abgesang auf die Liebe und die Hoffnung, den ich je gehört habe! Unter eingefleischten GBV Fans gilt der Song als der bewegenste im gesamten Schaffen und kaum ein anderer Künstler hat je diese Art von umarmender Traurigkeit besser vertont.<br />
Getragen von einem stoischen Basslauf und einem verhuschten Schlagzeug, fliegen die Gitarren über die wenigen Akkorde des Liedes. Ein Gefühl tiefster Niedergeschlagenheit weht durch die Musik und wird von Pollards vollendeter Lyrik greifbar zu Worten geformt.<br />
Jemand schrieb einmal, dass ihn die Texte von GBV an „hoch technisierte Träume“ denken lassen… für mich die perfekte Beschreibung. In nicht gerade umgangssprachlichen Englisch erzählt Onkel Bob in beeindruckender Klarheit über die Hoffnungslosigkeit des Seins der guten Jill. Enttäuscht von den Menschen und den nie erfüllten, eigenen Bedürfnissen, zerbricht jeglicher Glaube an das Gute und an die Liebe in ihr. Herzlichkeit verwandelt sich in stumpfe Existenz, Lebensfreude in Lebensmüdigkeit. Pollard klagt nicht an, er beschreit nicht die Kälte der Menschen oder deren Verschlagenheit, er erzählt einfach nur punktgenau und mit herzergreifenden Worten eine Geschichte. Eine Geschichte über das Suchen und nie Finden. Eine Geschichte über Hoffnung und die Einsicht, dass es keine gibt. Eine Geschichte über die Unfähigkeit, seine Ideale und Werte zu verraten.<br />
Eine Geschichte, gebettet in eine der schönsten Songs überhaupt!</p>
<p>Guided by voices haben mein Leben verändert. Fünf Arbeiterjungs aus der Vorstadt, die mir 2 Minuten die Welt näher bringen konnten als jeder Gelehrte oder Dichter.  Songs, die mich schon mein halbes Leben begleiten und von denen ich nie genug bekommen kann. „Learning to hunt“ und „The best of Jill Hives“ sind nur die Spitze des Eisbergs. Ein prall gefüllter Kosmos voller wunderschöner Songperlen und berührender Emotionalität, das sind GBV.</p>
<p>Sie werden mich weiter begleiten. Guided by Guided by voices!</p>
<p>„Learning to hunt“<br />
Written by Robert Pollard<br />
1997 „Mag earwhig“  auf Matador Rec.</p>
<p>“The best of Jill Hives”<br />
Written by Robert Pollard<br />
2003 “Earthquake glue” auf Matador Rec.</p>
<p>Beide Songs gibt es auch auf der exquisiten Best of Zusammenstellung “Human amusement at hourly rates”. 2003 erschienen auf Matador Rec.</p>
<p>(Volume 1 der traurigsten Songs der Welt gibt´s auch un ist zu finden unter www.myspace.com/christianwhapadang. Viel Spaß!)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kultur, Bitte!</title>
		<link>http://www.popklub.de/allespop/kultur_bitte/2008-08/kultur-bitte-2</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 15:12:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whap-A-Dang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsere Kolumnen!]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur Bitte! Unsere Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Whap-a-dang]]></category>

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		<description><![CDATA[
Heute: Rock´n´Roll Crazy

Es gibt Dinge im Leben, die mag man nur schwer glauben!
Erst neulich stand eine Dame- Marke urbane, weiße Buschfrau- bei uns in der Plattenabteilung vor dem Indie Regal und fragte staunend: „Ist das alles indische Musik?“
„Klar doch“, dachte ich so bei mir, „5 Meter Regalfläche nur für indische Musik!“ Ich wage zu bezweifeln, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>
<p>Heute: Rock´n´Roll Crazy</p>
<p></strong></p>
<p>Es gibt Dinge im Leben, die mag man nur schwer glauben!<br />
Erst neulich stand eine Dame- Marke urbane, weiße Buschfrau- bei uns in der Plattenabteilung vor dem Indie Regal und fragte staunend: „Ist das alles indische Musik?“<br />
„Klar doch“,<span id="more-297"></span> dachte ich so bei mir, „5 Meter Regalfläche nur für indische Musik!“ Ich wage zu bezweifeln, dass irgendein Plattenladen in Bombay dieser Sparte so viel Platz einräumt.<br />
Ebenso unglaublich war eine junge Dame, die mich bei einem DJ Set im Mannheimer „Genesis“ fragte, ob ich ihr „das Lied spiele, dass immer in MTV kommt und ihr so gut gefällt“. Ohne Worte!</p>
<p>Mein obskurstes Erlebnis hatte ich allerdings während meiner Ausbildungszeit. Ich war  26 und voll auf dem Indietrip, was ich mit langen Dreads, zerrissenen Hosen und allerlei Bandshirts auch gerne nach außen trug.<br />
Neben unserer Schule lag eine Bäckerei, in die ich eines Tages fröhlich wie hungrig während der Pause hineinschlenderte. Dabei kam es zu folgendem Dialog:</p>
<p>Ich: „Ich hätte gerne ein Brötchen.“<br />
Verkäuferin: „Das kostet aber Geld!“<br />
Ich: „Dann will ich´s nicht“</p>
<p>Ich meine, was soll man da noch sagen? Im Kopf dieser Frau wurde wohl irgendwann die Tür zum vorurteilsfreien Denken für immer verriegelt und der Schlüssel in einem Hefezopf verbacken und aufgegessen. </p>
<p>Unglaublich übrigens auch, wie wenige Menschen heute noch das gute alte Mixtape in Erinnerung haben und diese Kultur, wenigstens aus nostalgischen Gründen, pflegen. Ich leide mit dir, lieber Mischa. Ich vermisse das warme Rauschen des Bandes und all die tolle Musik, die der Soundtrack meiner Jugend war. Wer sich noch mal an diese Zeit erinnern will, sollte „Love is a mixtape“ von Rob Sheffield lesen, ein herzerwärmend-tragsiches Buch über eine verlorene Liebe zu einer Frau und die nie zu verlierende Liebe zur Musik. Auch für Zu-spät-Geborene empfehlenswert.</p>
<p>Dass Unglaublichkeit auch immer mal wieder etwas mit Vorsatz zu tun hat, zeigten die Go-Betweens bei ihren Versuch, den amerikanischen Markt für ihre Musik zu begeistern. Musikalisch auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit, fand die Band schnell ein hiesiges Label samt Marketingplan und ausreichendem Kapital. Das Ganze scheiterte leider schon nach dem ersten Treffen, da Sänger Robert Forster sich bei der Plattenfirma in einem Frauenkleid vorstellig machte! Das war wohl zu viel für die prüden, militant heterosexuellen Amerikaner!</p>
<p>Ähnlich postapokalyptisch  muss es bei den „Vertragsverhandlungen“ der Todesmetaller Deicide zugegangen sein. Deren gefürchteter Sänger Glen Benton stürmte eines schönen Tages in das Büro von Roadrunner Records, knallte dem völlig verängstigten Lablemenschen ein Tape seiner Band auf den Tisch und verabschiedete sich mit den Worten: „Sign uns, du Arschloch!!!“<br />
Was Roadrunner übrigens auch taten.</p>
<p>Also, Kids, vergesst nicht: es ist nichts zu verrückt, um es nicht zu tun. Die Welt der Rockmusik steckt voller Unglaublichkeiten. Und wenn ich an Menschen wie Amy Winehouse oder Pete Doherty denke, wird uns das ungläubige Staunen auch in Zukunft nicht vergehen.<br />
Lehnen wir uns entspannt zurück und warten wir´s ab….</p>
<p>Euer Whap-a-dang</p>
<p>Zum Schluss noch meine 5 besten Songs von völlig Wahnsinnigen:</p>
<p>1.	Daniel Johnston „Speeding motorcycle“<br />
2.	13th floor elevators „Rollercoaster“<br />
3.	G.G. Allin „I wanna fuck myself“<br />
4.	Deicide “Once upon the cross”<br />
5.	Das Lied, dass immer auf MTV kommt und mir so gut gefällt</p>
<p>Cheers!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kultur, Bitte!</title>
		<link>http://www.popklub.de/allespop/kultur_bitte/2008-06/kultur-bitte</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jun 2008 10:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whap-A-Dang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsere Kolumnen!]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur Bitte! Unsere Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Whap-a-dang]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Kultur Bitte! Unsere Kolumne</strong>

Kultur Bitte! Die Kolumne auf Popklub: Whap-A-Dang sagt die Meinung zu popkulturellen Wichtig- &#038; Nichtigkeiten. Unbedingt lesen!!! ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2009/11/whap-a-dang.jpg" alt="null" /></p>
<p><strong>
<p>Heute: Summer you let your hair grow out.</p>
<p></strong></p>
<p>Endlich macht sich in unseren Breitengraden so etwas wie ein Sommer breit. Die Temperaturen klettern in die Höhe, die Klamotten werden freizügiger und allerorts brutzelt der Holzkohlegrill. Natürlich schreit dieser Umstand nach dem passenden Soundtrack.</p>
<p>Ein Großteil der Menschheit gibt sich dabei mit dem musikalischen Analphabetentum einer „Hitgiganten-Cabriohits“ oder „Die ultimative Chartshow-Sommerhits“ Compilation zufrieden. Wie schlimm so was ist, möchte ich an folgendem Beispiel beschreiben: Vor gar nicht langer Zeit kam aus der Serie „Ultimative Chartshow“ eine Zusammenstellung mit den (angeblich) erfolgreichsten Singer-/Songwritern raus.</p>
<p>Eigentlich eine grundgute Sache, bis ich die Tracklist las. Bob Dylan? Fehlanzeige! Woody Guthrie? Hmmm….. auch nicht! Neil Diamond? Keine Spur! Die waren wohl alle nicht „erfolgreich“ genug.</p>
<p>Was sich die genialen Köpfe hinter diesem Sampler satt dessen einfallen ließen, zähle ich einfach mal auf: Bryan Adams, Peter Cornelius, Joshua Kadison (!), Terence Trent D&#8217;Arby, Glen Hansard und Marketa Irglova (wer zur Hölle das auch immer ist), Colbie Cailat (!!) und &#8211; mein absoluter Favorit &#8211; Juanes (!!!). Leute, bitte! Juanes? Mister Latin Loverboy? Erfolgreicher als Lennon/McCartney, die auf der CD natürlich auch zu suchen sind? Was für eine Theorie!</p>
<p>Okay, es mag Gründe für diesen Autismus der Chartshow- Strategen geben. Die Verfügbarkeit der Songs, rechtliche Schwierigkeiten,  mehr als verständliche Absagen der Künstler, aber muss ich denn diesen Titel wählen? „Die erfolgreichsten Singer-/Songwriter aller Zeiten“? Denn die Tragik bei diesem Unglück ist: für Otto-„Wir-sind-Deutschland“-Normalverbraucher ist das nun Gesetz! Geduldig schlucken Herr Bildzeitungsgebildeter und Frau Arschgeweih die Weisheit der Chartshow-Hobbymusikhistoriker. Endlich hat man den Durchblick und muss nicht nur stumpf den „Macarena“ tanzen oder den „Schönsten Arsch der Welt“ bejubeln. Operation gelungen, Patient tot!</p>
<p>Mehr Toleranz kann man den „Sommerhits“ oder den „Besten Cabriosongs“ dieser Serie entgegenbringen. Diese bieten solide Unterhaltung für die warme Jahreszeit, ohne dabei natürlich übermäßig relevant zu sein. Aber trotzdem gilt es dem, Alternativen entgegen zu setzten. Ladies and gents, meine drei ultimativen Alben für den Sommer:</p>
<p>Cosmic Rough Riders “Enjoy the melodic sunshine”</p>
<p>Bei diesem 2000 erschienenen Meisterwerk geht die Sonne selbst im tiefsten Winter auf! Purer, unverfälschter 60s Pop von einem Haufen englischer Hippies. Mit harmoniesüchtigen Songs, himmelstürmenden Gesangschorälen und Melodien, die das härteste Herz brechen.</p>
<p>Teenage Fanclub „Grand prix“, wahlweise die Best of „A short cut to T.F.“</p>
<p>Man kann nicht genug betonen, wie unsagbar wichtig diese Band für den englischen Pop war und ist. Oasis bezeichneten sie Mitte der 90er als „ die zweitbeste Band der Welt“. Das Beste von den Beatles, Big Star und Neil Young, manifestiert in den unwiderstehlichsten Indiepopsongs überhaupt. Leute, das ist der real Shit!</p>
<p>The Beach Boys „Pet sounds“</p>
<p>Natürlich! Brian Wilsons kreativer Höhepunkt. Vom Opener „Wouldn´t it be nice“ bis zum Abschluss „Caroline No“ perfekt. Danach war in Sachen Pop alles gesagt.</p>
<p>Fühlt euch berufen, diese Liste zu erweitern!</p>
<p>Bis zum nächsten mal!</p>
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		<title>Kultur, Bitte!</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jun 2008 13:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Whap-A-Dang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsere Kolumnen!]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur Bitte! Unsere Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Whap-a-dang]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Kultur Bitte! Unsere Kolumne</strong>

Kultur Bitte! Die Kolumne auf Popklub: Whap-A-Dang sagt die Meinung zu popkulturellen Wichtig- &#038; Nichtigkeiten. Unbedingt lesen!!!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2009/11/whap-a-dang.jpg" alt="null" /></p>
<p><strong>Heute: Das Intro</strong></p>
<p>Die Welt der Musik ist eine Bunte und Aufregende. Seit Bill Haley 1954 zum ersten Mal  sein „Rock around the clock“ in eine Masse hysterisch kreischender Teenager schleuderte, ist Rockmusik Bestandteil eines fast jeden Lebens geworden. Die Menschen erlebten mit ihren „Stars“ unglaubliche Höhenflüge und tiefschwarze Tragödien, sie gewannen Menschen lieb und verloren sie Jahre später an Drogen, Alkohol, Krankheit  oder wegen schlechter Flugzeugpiloten. <span id="more-240"></span>Sie liebten sie für ihre Hits und hassten sie für die „kreative Weiterentwicklung“ ihrer Musik. Sie tanzten, knutschten, stritten, liebten, spülten und zahlten ihre Steuern zum Soundtrack der nun fast 60 Jahre andauernden Rock&#8217; n Roll Geschichte. Und so mancher wünschte sich heimlich auch umjubelt auf der Bühne stehen zu können und Songs wie „Louie, Louie“ oder „Whole lotta love“ zu spielen.</p>
<p>Heutzutage ist es für jeden möglich, zu fast jeder Musik Zugang zu erhalten. Dank Internet, CD Brennern und der kleinen weißen Wunderbox leben wir heute in einer wahren Sound- und Musikvielfalt. Sei es nun das neue Album von Coldplay oder eine B-Seite von Lee „Scratch“ Perry aus den 60ern, ein einfacher Mausklick genügt und es sprudelt aus den Boxen. </p>
<p>Musik ist überall, doch was steckt dahinter? Welche Geschichte verbirgt sich hinter deinem Lieblingssong und warum klingen beispielsweise die Kooks so wie sie klingen? Wer schrieb die traurigsten Songs der Menschheitsgeschichte und wer die schönsten? Woher nahmen Nirvana die Inspiration für ihr „Never mind“? Was macht die Ramones so zeitlos und warum sind Guided by voices nicht die größte Band der Welt? Kurz: was gibt es da draußen noch zu entdecken?</p>
<p>„Kultur, bitte!“ soll helfen, diese Fragen zu beantworten. Nicht etwa mit der unumstößlichen Wahrheit, denn wir alle wissen, so was gibt es nur im Film. „Kultur, bitte!“ erzählt kleine, lustige und informative Geschichten, die gerne auch äußerst subjektiv sind und viel Raum für das eigene Denken lassen. Freut euch mit mir, Chris Whap-a-dang, auf lustige, skurrile, herzergreifende und anregende Betrachtungen der musikalischen Vergangenheit und Gegenwart, die mit dieser Kolumne von nun an regelmäßig bei popklub.de erscheinen.</p>
<p>Keep your eyes open and your heart wide!</p>
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